Machine

Jeder Prozessor sprach 1986 seine Sprache

Jeder Mikroprozessor hat heute nach wie vor eine eigene, spezifische Maschinensprache, die auf seine Architektur abgestimmt ist. Diese Maschinensprache definiert den Befehlssatz, der direkt vom Prozessor ausgeführt wird. Allerdings wird heute meistens nicht mehr direkt in Maschinensprache programmiert, sondern in höheren Programmiersprachen wie C, C++ oder auch neueren wie Python (MicroPython bei Mikrocontrollern). Diese höheren Sprachen werden dann durch Compiler oder Interpreter in den jeweiligen Maschinencode übersetzt. Die Maschinensprache bleibt jedoch die Grundlage, die dem Prozessor spezifisch ist. Selbst Assemblersprachen sind je nach Prozessorarchitektur verschieden, weil sie die Maschinensprache direkt repräsentieren. Moderne Prozessoren, insbesondere solche mit komplexeren Befehlssätzen (CISC), setzen Interna wie Mikroprogramme ein, um komplexe Maschinenbefehle umzusetzen. Insgesamt hat sich also die Programmierpraxis geändert, aber die Tatsache, dass jeder Mikroprozessor seine eigene Maschinensprache besitzt, ist weiterhin gültig.


Schulzeit

Aus t3n.de und von Michael Lanzensberger

In meiner Gymnasialzeit bis 2008 hatten wir zwar sehr viel Physik, Latein, Biologie und Chemie – also alle Grundlagen, die man fürs Leben oder zumindest für „Wer wird Millionär“ benötigt. Niemand hat uns jedoch erklärt, was der Unterschied zwischen Software und Hardware ist, wieso 1110110 nur wenig mit Programmieren zu tun hat und warum ein Architekt nicht zwangsläufig nur Linien auf Papier zieht. Das Fach IT war ein Witz. Klar, man hat uns in der Schule auch nicht beigebracht, wie man einen Verbrennungsmotor baut, aber es wurde zumindest erklärt, dass eine Verbrennung viel Sauerstoff benötigt. Wir haben Magnesium in Salzsäure gelegt, aber nie einen einfachen Countdown in Java oder Pascal programmiert. Jetzt sind wir technisch fast soweit, dass die KI ihren Code selbst schreibt und wir bringen unseren Kindern immer noch bei, wie die Tastatur bedient wird. Den Umgang mit SVerweis, Powerpoint, Prezi und wieso Strg+F nicht das Allzweckmittel ist – das lernt man dann doch eher im Selbststudium. Nichtsdestotrotz gehören grundlegende Programmierkenntnisse in die Ausbildung eines jeden Haupt-, Mittel- und Realschülers sowie Abiturienten.

Auch aus t3n.de - was ich gut finde

Vernetzte Organisationen. Cross-funktionale Teams. Digitale Kollaboration. Wenn man sich die neue Arbeitswelt anschaut, dann geht es sehr oft um Teamwork. Kaum ein Beruf, der nicht in absehbarer Zukunft von Robotern übernommen werden könnte, kommt ohne die Interaktion mit Menschen aus. Und wie wurden wir im Unterricht früher darauf vorbereitet? Fast gar nicht. Ja, es gab die obligatorische Gruppenarbeit. Aber für das eigene Zeugnis war die Leistung meiner Mitschüler völlig egal.  Wie hätte der Schulalltag ausgesehen, hätte die beste Note maximal drei Punkte besser sein dürfen als die schlechteste? Wir wären ziemlich kreativ geworden, um sicherzustellen, dass niemand zurückbleibt. Wir hätten gelernt, dass Wettbewerb und Kooperation sich nicht ausschließen. Und vielleicht wäre auch Mobbing kein Problem gewesen. Schließlich wäre man selbst mit untergegangen, hätte man die anderen unterdrückt. Die Arbeitswelt wäre ein gutes Stück empathischer, wenn Teamwork in unserer Schulzeit eine wichtigere Rolle gespielt hätte.